Literatur

Die folgenden Lektüreempfehlungen betreffen die Islamdebatte 2010 mehr oder weniger direkt und sollen helfen, die ganze Situation besser einordnen zu können. Die Liste wird regelmäßig erweitert.

  • Benz, Wolfgang (2009): Islamfeindschaft und ihr Kontext
    Wolfgang Benz stieß mit seinem Vergleich zwischen Antisemitismus und Islamfeindschaft Anfang 2010 die Islamdebatte an. Diese Gegenüberstellung findet sich aber auch schon in dem von ihm heraugegebenen Band zu der Tagung “Feindbild Muslim – Feindbild Jude?”, die Ende 2008 am Zentrum für Antisemitismusfroschung an der TU Berlin stattfand.
    Rezensionen: BuchTest.
  • Engelmann, Kerstin; Günther, Friederike; Heise, Nele; Hohmann, Florian; Irrgang, Ulrike; Schmidt, Sabrina (2010): Muslimische Weblogs. Der Islam im deutschsprachigen Internet. Berlin.
    Eine sehr ausführliche Analyse von Weblogs, die sich kritisch und positiv mit dem Thema Islam auseinandersetzen. Das Buch enthält viele Erkenntnisse zur islamkritischen Szene im Internet.
  • Halm, Dirk (2008): Diskursfeld Islam.
    Ein Buch, dass sich vor allem lohnt, weil die gewählte Forschungsperspektive der Diskursanalyse es erlaubt, Positionen und (Aussage-)Ereignisse im Streit darüber, was der Islam ist und wie er in Deutschland sein darf oder sollte, zu beschreiben und zu systematisieren, ohne wertend Bezug nehmen zu müssen. So werden die Erkenntnisse auch für andere Forschende anschlussfähig und interpretierbar.
    Rezensionen: BuchTest.
  • IMAS International (2010): Der Islam in den Augen der [österreichischen] Bevölkerung. Report Nr. 6. IMAS International. Linz.
    Online verfügbar.
  • Inan, Alev (2007): Islam goes Internet. Websites islamischer Organisationen im World Wide Web. Marburg.
    Inan konzentriert sich in ihrer Diskursanalyse auf die Webseiten der islamischen Verbände und Organisationen in Deutschland. Sie ermittlet dabei bei allen Konfliktthemen die Begründungsstrategie theologischer Notwendigkeit.
    Rezensionen: BuchTest.
  • Jäger, Siegfried; Halm, Dirk (Hg.) (2007): Mediale Barrieren. Rassismus als Integrationshindernis. Münster.
  • Leibold, Jürgen; Kühnel, Steffen (2008): Islamophobie oder Kritik am Islam. In: Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 6. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 95–115.
    Die Islamophobie-Studien im Rahmen des Langzeit-Forschungsprojektes zur Gruppembzogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) gelten in den Sozialwissenschaften als herausragend. Sie messen Islamophobie vor allem anhand der DImensionen wahrgenommener kultureller Distanz zu und genereller Ablehnung von Muslimen.
  • Leibold, Jürgen; Kühnel, Steffen (2006): Islamophobie. Differenzierung tut not. In: Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 4. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 135–155.
    (siehe Leibold/Kühnel 2008)
  • Leibold, Jürgen; Kühnel, Steffen (2003): Islamphobie. Sensible Aufmerksamkeit für spannungsreiche Anzeichen. In: Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 2. Frankfurt am Main, S. 100–119.
    (siehe Leibold/Kühnel 2008)
  • Schiffer, Sabine; Wagner, Constantin (2009): Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich. Wassertrüdingen.
    Rezensionen: FAZ.
  • Schneiders, Thorsten Gerald (2010): Islamverherrlichung. Wenn die Kritik zum Tabu wird. Wiesbaden.
    Buchtitel und Untertitel sind etwas irreführend, eigentlich geht es in dem Buch um Möglichkeiten sachlicher und theologischer Islamkritik. Islamverherrlicher werden aber nur wenig thematisiert.
    Rezensionen: BuchTest, Islamdialog.
  • Schneiders, Thorsten Gerald (2009): Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. Wiesbaden.
    Der sehr umfangreiche Sammelband vereint die Beiträge zahlreicher Experten zum Thema Islam in Deutschland. Sie konzentrieren sich vor allem auf islamfeindliche Kreise und Vorurteilsforschung, eine breite Analyse der sachlichen Islamkritik findet sich leider nicht.
    Rezensionen: FAZ, Islamdialog.
  • Seidel, Eberhard (2003): Die schwierige Balance zwischen Islamkritik und Islamphobie. In: Heitmeyer, Wilhelm (Hg.): Deutsche Zustände. Folge 2. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 261–279.
  • Sokolowsky, Kay (2009): Feindbild Moslem
    Für den Medienforscher Kay Sokolowsky ist das Feindbild Moslem nur eine neue Form des deutschen Rassismus, der sich im Dritten Reich gegen Juden, im Kalten Krieg gegen die Roten und in den 1990er Jahren gegen Asylanten richtete.
    Rezensionen: BuchTest, FAZ.
  • Wohlrab-Sahr, Monika; Tezcan, Levent (Hg.): Konfliktfeld Islam in Europa. Baden-Baden.
  • Zick, Andreas; Küpper, Beate (2009): Meinungen zum Islam und Muslimen in Deutschland und Europa. Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europe (GFE-Europe). Bielefeld.
    Online verfügbar

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