Inan, Alev (2007): Islam goes Internet. Websites islamischer Organisationen im World Wide Web

Die in Deutschland agierenden islamische Vereine und Dachverbände (vor allem: DİTİB, IGMG, IR, ZMD) nehmen für sich in Anspruch, alle hier lebenden Muslime zu vertreten. Aber auch nach innen, also auf die Gläubigen ausgerichtet, wird versucht, als Richtschnur für die „richtige“ Praxis des Islam zu gelten.

Die türkischstämmige Pädagogin Alev Inan hat nun in ihrer Dissertation untersucht, wie die islamischen Verbände sich auf ihren Webseiten der deutschsprachigen und türkischsprachigen Öffentlichkeit darstellen. Sie orientiert sich dabei an den wesentlichen Konflikten, die bei der islamischen Religionsausübung in Deutschland auftreten: Vor allem geht es um die Kopftuchdebatte, aber auch um die Teilnahme muslimischer Mädchen am Sport- und Schwimmunterricht und an Klassenfahrten, den lautsprecherverstärkten Muezzinruf (Ruf zum Gebet) von der Moschee sowie das rituelle Schächten von Tieren ohne Betäubung. Strukturell untersucht die Arbeit die Webseiten der islamischen Organisationen auf ihre Mittel der Selbstdarstellung, der Information über den Islam, der Kommunikation, Interaktivität und Vernetzung der Glaubensgemeinschaften. (Quelle: CT)

Alev Inan (2007): Islam goes Internet. Websites islamischer Organisationen im World Wide Web. Marburg: Tectum, 262 Seiten, 29,90 Euro.

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