Backes, Uwe et al. (Hrsg.) (2012): Jahrbuch Extremismus & Demokratie: 24

Neben der Betrachtung des Rechtsextremismus kommen gleichfalls linkslastige Parteien und Gruppen ins Visier sowie neuerdings der fundamentalistische islamische Extremismus. Zu letzterem veröffentlicht Kai Hirschmann, in Essen stellvertretender Direktor des Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik, eine facettenreiche Sammelrezension. Hierin plädiert der Autor für einen starken Staat, der auf seinem Territorium die gesellschaftlichen Beziehungen reguliert und vor allem das Ordnungsmanagement gewährleistet. Leistet er das nicht, droht die Gefahr der sozialen Fragmentierung und damit die dauernde Herausbildung von Parallelstrukturen.

Solche Entwicklungen sieht Hirschmann heute politisch bestimmend, insbesondere durch die islamischen Oppositionsbewegungen, die ihren radikalen Gegenentwurf zur herrschenden Ordnung sowohl in den Herkunftsländern praktizieren, als auch hierher exportierten. Ergänzend referiert Katharina Senge über die Anfang 2012 vom Bundesinnenministerium veröffentlichte Studie Lebenswelten junger Muslime in Deutschland. (Quelle: CT)

Uwe Backes, Alexander Gallus und Eckhard Jesse (Hrsg.) (2012): Jahrbuch Extremismus & Demokratie (E & D): 24. Jahrgang 2012. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 534 Seiten, 54 Euro. Kaufen bei Amazon.

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