Woellert, Franziska et al. (2009): Ungenutzte Potenziale

Stichworte: Einwanderung, Integration, Assimilation, Bildung, Erwerbsleben, soziale Absicherung, Spätaussiedler, Türken, Mikrozensus 2005, Berlin-Institut

In Deutschland leben rund 15 Millionen Zugewanderte beziehungsweise deren hier geborene Nachkommen. Fast 20 Prozent der Einwohner haben damit einen so genannten Migrationshintergrund. Doch woher kommen diese Migranten, wie finden sich die unterschiedlichen Herkunftsgruppen in Deutschland zurecht, und welches Bundesland beziehungsweise welche Stadt integriert besonders erfolgreich?

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat zur Beantwortung dieser Fragen erstmals einen Index zur Messung von Integration (IMI) entwickelt, der den Integrationserfolg acht verschiedener Herkunftsgruppen untersucht. Zusätzlich wurden die Integrationserfolge regional – nach Bundesländern und größeren Städten – differenziert. Dadurch lässt sich mehr über den Einfluss von regionalen wirtschaftlichen und politischen Strukturen auf die Integration erfahren.

Der IMI beschreibt mit Hilfe von 20 Indikatoren aus den Bereichen Assimilation, Bildung, Erwerbsleben und soziale Absicherung die Situation der Migranten im Vergleich zur deutschen Mehrheitsgesellschaft. Als gelungene Integration wird dabei die Annährung der Lebensbedingungen von Menschen mit Migrationshintergrund an die der Einheimischen definiert. (Quelle: Berlin-Institut)

Franziska Woellert, Steffen Kröhnert, Lilli Sippel, Reiner Klingholz (2009): Ungenutzte Potenziale. Zur Lage der Integration in Deutschland . Berlin: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 92 Seiten, Download (PDF).

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